Das Thema „Globale Erwärmung“ belastet uns seit den 90er Jahren. Man versteht darunter die ansteigende Durchschnittstemperatur in der Nähe der Erde und der Meere in der Zeit nach der Industrialisierung. In den letzten 50 Jahren ist die Temperatur pro Jahrzehnt um 0,13 °C gestiegen. Das war eine stärkere Erwärmung als in den letzten 100 Jahren davor. Man hat festgestellt, dass die globale Erwärmung inzwischen schneller vor sich geht als je zuvor, das heißt in den letzten 66 Millionen Jahren der Erdneuzeit. Die Erderwärmung zwischen der Eiszeit und der Zwischeneiszeit betrug vier bis fünf Grad innerhalb von 10.000 Jahren. Bei der modernen, vom Menschen gemachten Erderwärmung ist die Erwärmungsgeschwindigkeit deutlich höher als beim natürlich bedingten natürlichen Klimawandel.

Auswirkungen des menschlichen Klimawandels

2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen in der vorindustriellen Zeit. Das Jahr war insgesamt 1,1 °C wärmer als der Durchschnitt. Das war nach Ergebnissen der aktuellen Forschung der höchste Stand seit 115.000 Jahren. Im 21. Jahrhundert gab es insgesamt fast zwanzig wärmste Jahre. Auch die Kohlenstoffdioxidkonzentration erreichte einen Stand, der noch nie zuvor erreicht wurde. Dabei kann es sich zwar um einen kurzfristigen Zustand handeln, auf jeden Fall ist es ein Zustand, der vorher noch nicht eingetreten ist. Diese Veränderungen werden vom Weltklimarat untersucht, protokolliert und beobachtet. Der Zeitraum, nachdem eine wirkliche Veränderung beobachtet werden kann, beträgt aber mindestens 30 Jahre. Inzwischen ist es so, dass der von Menschen verursachte Klimawandel stärker ist als der natürliche Klimawandel. Laut den Weltklimarat IPPC ist es so, dass in den letzten 70 Jahren die Menschen mehr als 50 Prozent des Klimawandels verursacht haben. Häufig werden die Begriffe Klimawandel und Globale Erwärmung gleichgesetzt, wobei das nicht ganz stimmt. Es ist so, dass sich die beiden Phänomene zwar inhaltlich überschneiden, der Bereich Klimawandel aber doch deutlich komplexer ist als die generelle Globale Erwärmung. Die genauen Auswirkungen sind aber erst über einen längeren Zeitraum zu beobachten.