Noch immer müssen wir einen stärkeren Rückgang der Eisdecke in der Arktis befürchten. Auch wenn in den letzten Jahren häufiger diskutiert wird, ob der Klimawandel vielleicht doch keine existentielle Bedrohung ist, gab es in diesem Februar wieder die Meldung, dass die gemessene Eisdecke in der Arktis so klein war wie noch nie. Grund dafür sind tatsächlich die immer stärkeren Einbrüche von Warmluft, die dazu auch noch mehr werden.

Notwendigkeit des Artikeises

In der Arktis ist das Meer nur noch auf 14 Millionen Quadratkilometern mit Eis bedeckt, das ist der niedrigste Stand seit Ende der 1970er Jahre. Es kann in diesem Jahr auch einen Rekord geben beim Eisrückgang im Sommer. In der Polarnacht ist es so, dass Temperaturen um sechs Grad vorherrschen, die natürlich feindlich für den Erhalt von Eismassen sind.

Es ist aber nicht so, dass in jedem Februar die Eismassen schrumpfen. Allerdings beträgt das durchschnittliche Schrumpfen der Eisdecke im Durchschnitt fast drei Prozent zu Beginn eines Jahres, wenn man diesen Prozess auf einen Zeitraum von zehn Jahren hochrechnet.

Die Tendenz zu besonders dünnem Eis hält an. Das Problem am dünnen Eis ist es, dass es sehr instabil ist, leicht bricht und vom Wind leicht weggetrieben wird.

Die Wind- und Wetterbedingungen in der Arktis sind von den Jahreszeiten abhängig. Von Dezember bis Februar ist Winter, eigentlich Schonzeit für die Eisdecke, aber unglücklicherweise war die Schonzeit auch schon wieder in diesem Jahr beendet.

Das Problem an der zu kleinen Eisdecke ist, dass der Sommer dann richtig zugreifen kann und das Eis an der Arktis noch stärker und schneller schmilzt.

So ist es in Richtung Winter 2019 umso schwerer, dass sich wieder eine vernünftige Eisdecke aufbaut. Alles Aspekte, die Forscher im Bereich Klimawandel berücksichtigen müssen. Eine Arktis ohne Eis, das ist wirklich nicht vorstellbar. Schließlich tragen die Eisvorräte in der Arktis wesentlich zum Ausgleich des Weltklimas bei.