Vegetarier werden, CO2 reduzieren

Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen fleischloser Ernährung und CO2. Wenn sich mehr Menschen vegetarisch ernähren, dann schützt das das Klima. Vegetarier selbst haben tatsächlich einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß. Wer gerne Rindfleisch isst, der hat einen CO2-Ausstoß von fast zwei Tonnen pro Jahr, Vegetarier dagegen weniger als eine Tonne.

CO2-Ausstoß in der Rinderhaltung

Man hat sogar schon eine Umweltbilanz für Rindfleisch errechnet. Bei der Haltung von Rindern werden für ein Kilo Rindfleisch 36 Kilogramm Treibhausgase wie CO2 freigesetzt. Das Methan, das die Kühe bei der Verdauung freisetzen, kommt dabei am häufigsten vor. Das ist nur etwas weniger als eine Autofahrt von 250 Kilometern. Die Energie, die bei der Fleischproduktion benötigt wird, wird hauptsächlich bei der Herstellung von Tierfutter gebraucht. Dabei ist noch gar nicht die Umweltbelastung bei Tiertransporten berücksichtigt. Selbst der Mist, der bei der Rinder- und Schweineproduktion entsteht, ist negativ für die Umweltbilanz.

Interessant ist, dass es beim CO2-Ausstoß bei der Rinderhaltung auch darauf ankommt, was die Rinder fressen. Gibt es für die Rinder nur Kraftfutter, um ein schnelleres und stärkeres Wachstum hervorzurufen, dann setzen Rinder 40 Prozent mehr Treibhausgase frei als Rinder, die nur Weidegras fressen. In einigen Ländern außerhalb Europas hat man schon versucht, eine Methangassteuer einzuführen. Bis jetzt ohne Erfolg allerdings. In Neuseeland sind Rinder und Schafe für 50 Prozent des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich.

Natürlich ist es immer auch eine Frage der Philosophie und des Umweltbewusstseins, inwiefern das Problem des CO2-Ausstoßes in den Vordergrund gerückt wird. Zumindest besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und CO2-Ausstoß. Wenn mehr Menschen auf Fleisch verzichten, dann muss auf lange Sicht weniger Fleisch produziert werden und deswegen wird dann auch im Bereich der Futterproduktion, der Tierhaltung und des Tiertransportes weniger CO2 umgesetzt. Die Realisierung dieses Gedanken ist aber eher unwahrscheinlich. Zu gut schmecken doch der Sonntagsbraten, ein schneller Burger, ein saftiges Steak oder eine Bratwurst mit Senf.